10 Fitnessmythen

Schon längst sind auch wir Frauen nicht mehr aus der Fitness-Branche wegzudenken. Immer mehr Frauen setzen auf einen gesunden und fitten Körper. Auch bei den Models geht der Trend weg vom Magermodel hin zum Fitnessmodel: Gesund, fit und muskulös, so wollen wir die Frauen in den Modemagazinen sehen. Sie strahlen Gesundheit und Stärke aus, das imponiert uns.

Hat eine Frau erst einmal den Entschluss gefasst ihren Körper so zu trainieren, dass er muskulös, straff und stark wird, ist sie den ersten Schritt in die richtige Richtung gegangen. Das Ziel vor Augen geht es nun um die praktische Umsetzung, das passende Training, die richtigen Übungen und die perfekte Ernährung. Doch es kursieren viele Meinungen durch die Medien, wie frau diese Ziele erreichen kann.

Ich habe mir die folgenden 10 Mythen genauer angeschaut, damit endlich Schluss ist mit pinken 1-kg Hanteln und schlechten Diäten 😛

1) Die schlanke Linie:

Muskeln werden erst sichtbar, wenn darüber kein Fett liegt. Das Sixpack ist das bekannteste Beispiel hierfür: Wenn der Körperfettgehalt zu hoch ist, können die Bauchmuskeln noch so trainiert sein, sie werden nicht zu sehen sein. Der Körperfettanteil sollte nicht über 13 – 15% liegen.

Fakt ist: Du kannst dich noch so viel bewegen, wenn die Ernährung nicht passt. Die schlanke Linie erreicht man hauptsächlich über das richtige Essen. Mehr dazu gibt es bald hier auf meinem Blog.

2) Die weiblichen Rundungen:

Eine trainierte Muskulatur formt die Körperteile so, wie du sie gerne haben möchtest. Ein trainierter Gluteus Maximus (großer Gesäßmuskel) zum Beispiel bringt den Po in eine schöne runde, feminine Form.

Viele Frauen haben Angst, sie könnten zu viel Muskelmasse aufbauen. Stimmt nicht. Diese Angst ist völlig unbegründet. Wir Frauen sind von Natur aus so gebaut, dass die genetische Grenze erreicht ist, bevor die Muskelmasse die Kleider sprengen kann.

3) Viele Wiederholungen für viele Muskeln:

Das ist Quatsch. Um Muskelaufbau zu erzielen führt kein Weg am intensiven Krafttraining dran vorbei. Es gibt verschiedene Prinzipien eines intensiven Krafttrainings. Fest steht, dass 25 Wiederholungen mit einem Minigewicht keine Straffung und keinen Muskelaufbau zur Folge haben werden. Eine Regel für intensives Krafttrainings lautet: Wähle dein Gewicht so, dass du spätestens nach 10 Wiederholungen erschöpft bist und maximal noch 2 Wiederholungen schaffst Besser sind 8 Wiederholungen. Trainiere immer bis zur absoluten Erschöpfung deines Muskels – nur so setzt du einen Trainings- und somit einen Wachstumsreiz.

4) Lokale Fettverbrennung:

Du hast an einer bestimmten Stelle deines Körpers zu viel Körperfett und möchtest dieses gezielt wegtrainieren? Die bekanntesten Stellen, die uns Frauen ärgern sind am Bauch und am Po, oder an den Oberschenkeln. Doch es bringt nichts, diesen Stellen beim Training mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Jeder Körper entscheidet selbst, an welcher Stelle er zuerst an die Fettreserven geht, und an welcher Stelle zuletzt. Das ist genetisch festgelegt, du hast keinen Einfluss darauf. Meistens gehen die hartnäckigen Problemzonen leider zuletzt weg.

5) Muskelaufbau durch Stepper und Cardio um Beine und Po zu formen

Bei Stepper, Cardio und auch beim Running setzt du keinen Reiz, der deine Muskeln gezielt zum Wachstum animiert. Die Intensität ist eindeutig zu niedrig. Auch hier gilt: Krafttraining mit maximal 8 bis 10 Wiederholungen und bis zur absoluten Erschöpfung bringt den gewünschten Erfolg. Stepper, Cardio und Co verbrennen allerdings zusätzlich noch ein paar Kalorien und eignen sich gut als WarmUp für deine Trainingseinheit.

6) Fett in Muskeln umwandeln

Noch immer glauben viele Fitnessbegeisterte und Trainierende, dass sich ihr Körperfett in Muskeln umwandeln kann. Doch das ist falsch. Fettabbau und Muskelaufbau sind beides Vorgänge im Körper, die biochemisch gesehen in keinerlei Verbindung stehen. Durch Krafttraining und eine optimale und gesunde Ernährung werden beide Vorgänge im Körper parallel nebeneinander ablaufen: Es ist notwendig, ein Kaloriendefizit herzustellen, dann wird auf der einen Seite Körperfett abgebaut, auf der anderen Seite wird durch Trainingsreize des Krafttrainings Muskeln aufgebaut. Je mehr Muskeln vorhanden sind, umso höher der Kalorienbedarf, umso leichter schwindet das Fett, siehe auch „Muskeln: Fettkiller Nummer Eins“.

7) Ausdauersport lässt die Pfunde schmelzen

Gegen Ausdauersport ist sicher nichts einzuwenden. Jedoch verbrennt eine Stunde Laufen gerade einmal so viele Kalorien, wie man nach einer kleinen Mahlzeit schnell wieder drin hat. Im Schnitt kann man sagen, dass ein 70 Kilo schwerer Läufer während 30 Minuten laufen ca. 350 kcal verbrennt. Isst er nach dem Lauf 250 g Lasagne mit Bolognesesoße hat er gleich wieder 370 kcal eingenommen. Als ergänzende Sportart ist Laufen sicher in Ordnung, dennoch geht für ein effektives Abnehmprogramm nichts um Muskelaufbau drum herum.

8) Wer stark schwitzt, hat keine Kondition

Fakt ist: Das Schwitzen sagt nichts aus über den Trainingszustand oder die Kondition des Einzelnen.
Schwitzen ist eine positive Eigenschaft des Körpers. Es hilft, die Temperatur zu regeln und schützt vor Überhitzung. Zudem hilft es dem Körper beim Entgiften.
Gerät jemand nur schwer ins Schwitzen, ist es ratsam das Schwitzen zu lernen. Das ist zum Beispiel möglich durch regelmäßiges saunieren.
Wichtig: Wer viel schwitzt, sollte viel Wasser trinken, um den Flüssigkeithaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten.

9) Erst nach mindestens zwanzig Minuten Training setzt die Fettverbrennung ein

Nein. Die Fettverbrennung setzt bereits ab der ersten Minute des Trainings ein.
Die Frage ist nur, wieviel Fett verbrannt wird, sprich: Wie groß ist der Anteil der Fettverbrennung an der gesamten Energiebereitstellung und wie groß ist der Anteil aus dem Kohlenhydratspeicher? Deshalb ist es zum einen wichtig, nicht direkt vor dem Training seine Kohlenhydratspeicher aufzufüllen, also keine Nudeln oder Bananen direkt vor dem Training zu essen.
Auch die Intensität spielt eine Rolle: Studien haben gezeigt, dass ein Sprinter bei 30 km/h mehr Fett verbrennt als ein Jogger, der mit nur 8 km/h unterwegs ist.
Mit anderen Worten bedeutet dies: Ist das Ziel des Ausdauertrainings das Abnehmen, muss entweder ein kurzes, aber hochintensives Training stattfinden, weil dabei der Kalorienverbrauch sehr hoch ist. Je langsamer das Training stattfindet, umso länger muss die Dauer sein. Fett wird zwar auch dann schon ab der ersten Minute verbrannt, allerdings in so kleinen Mengen, dass sie kaum nennenswert sind.

10) Schnelle Bewegungen im Training bringen einen schnellen Erfolg.

Nein, das stimmt nicht. Bei schnellen Bewegungen steigt allerhöchstens das Verletzungsrisiko. Je langsamer die Bewegung im Training stattfindet (Jetzt geht es um Krafttraining, nicht um Ausdauersport), umso mehr Muskelfaser werden angesprochen und umso größer ist der Trainingsreiz. Bei schnellen Bewegungen helfen Schwerkraft und Schwung über den Bewegungsweg. Zumindest den Schwung schaltest du mit langsamen Bewegungen komplett aus. Eine Faustformel lautet: 4 Sekunden Zeit lassen für den Weg von der Ausgangsposition in die Endposition, 2 Sekunden in dieser Endposition halten und 4 Sekunden wieder zurück. Vor der nächsten Wiederholung nie die Muskelspannung ganz lösen, sondern gleich die nächste Wiederholung dran hängen. Bei einem HIT-Training kann die Bewegungsphase sogar 10 Sekunden betragen. Probiere es einfach mal aus, du wirst merken, das nächste Training wird viel anstrengender und damit auch intensiver.

Ich hoffe, mein Beitrag gefällt dir und würde mich freuen, wenn du ihn deinen Freunden weiterempfiehlst.

Welche Fitnessmythen kennst du? Schreibe mir einfach in den Kommentaren, was du wissen möchtest.

2018-01-25T13:10:16+01:001. März 2015|Allgemein, Fitness, Livestyle|0 Comments

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